Gerhard Mevissen

Briefe aus der Stille

Diese Bilder verstehen sich als „Post von der Insel“, als Sinnbilder für Botschaften von etwas in Vergessenheit Geratenem. Hier wird das Bild zum Brief.
Er kommt – meist überraschend – bei uns an, überbrückt die Entfernung zu etwas Entlegenem auf unmittelbare Weise. Durch Betrachtung ereignet sich gegenwärtige Kommunikation. Obwohl in der Ferne liegend rückt es ganz nahe an uns heran, berührt uns auf leise Weise.
Die „Briefe aus der Stille“-Bilder sind oft im visuellen Habitus eines Briefes gestaltet. Ihr schwebender Charakter zeugt davon: Sie nähern sich über die Stille, geben Ton aus einer meditativen Grunderfahrung, aus einem Moment der Betrachtung.