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Gerhard Mevissen - Newsletter im September 2017

Brief aus dem Atelier 51 - September 2017


Liebe Freundinnen und Freunde kontemplativer Kunst!

D iesmal gibt es einige Neuigkeiten und Veränderungen zu kommunizieren:
Wenn Sie meine Homepage besuchen, können Sie ab sofort unter dem Stichwort Archiv alle bisher erschienenen „Zurufe des Monats“ und „Briefe aus dem Atelier“ (Newsletter) dort anschauen. Damit reagiere ich auf die immer wieder an mich gerichteten Anfragen nach älteren Newslettern und „Zurufen“. Also, wer will, kann nun hier ausgiebig fündig werden.

Archiv

U nter dem Stichwort Downloads ist nun endlich der Artikel mit dem Titel „Im Weiter zuhause“ abrufbar.
Der basiert auf einem Vortrag, den ich vor einiger Zeit auf einem Kongress gehalten habe. Er wurde 2016 in der Zeitschrift „Wege zum Menschen“ (Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen) veröffentlicht. Dr. Gerhard Dittscheidt und ich haben ihn verfasst. Nun, ein Jahr nach seinem Erscheinen, darf ich ihn auf meiner Homepage auch selbst veröffentlichen. Also, wer mag, kann ihn lesen.

Downloads

E in Drittes, was neu ist: Der Zuruf des Monats September zeigt keinen Text, sondern nur ein Bild. Das ist kein Versehen. Ich habe mich entschlossen, für eine Weile Ihnen ausschließlich ein Bild des Monats „zuzurufen“, und zwar eines aus der ganz frischen Ernte. So schaffe ich es besser, meine neuen Texte bis zum Erscheinen des nächsten Buches geheim zu halten und im „Zuruf des Monat“ die jeweils aktuelle Malerei in den Blick zu nehmen.

Zuruf im September 2017

D er heutige Bild-Zuruf zeigt ein Bild aus dem neuen Zyklus „Briefe aus der Stille“.
Es handelt sich um das erste Exemplar dieser Bildfamilie. Mittlerweile existieren bereits zwölf weitere Brief-Bilder aus der Stille. Hier strömt es also zur Zeit üppig. Diese Bildidee zielt im Wesentlichen darauf ab, Post von einem Ort der Stille zu erhalten, in einer sich nach und nach im Schauen entblätternden Langsamkeit, die eine tuchfühlende und tiefende Wahrnehmung ermöglicht.

U nd dann möchte ich gerne noch eine Ateliergeschichte mit Ihnen teilen:
Eine Frau berichtete mir, dass das Bild, das sie vor Jahren von mir erworben hatte, sie an ein kostbares Erlebnis erinnere. Es liege lange zurück. In ihrer heutigen Lebensphase habe das keinen Platz und niemand wisse etwas darüber.

S ie sagte: „Wenn ich das Bild anschaue, erinnere ich sogleich diesen schönen Moment von damals und über das Bild halte ich ihm die Treue. Für die Menschen um mich herum ist es nur ein abstraktes Bild, aber für mich bedeutet es etwas Verborgenes aus meinem Leben, um das nur ich selbst weiß. Und das ist schön und gut so. Ich bin dem Bild sehr dankbar, dass mein persönliches Geheimnis so direkt in meiner Wohnung, in meiner unmittelbaren Nähe, einen lebendigen Ort haben kann.“

Ü ber ein Bild einem geheimen Moment in eigenen Leben die Treue halten können, ein berührender Gedanke. Es ist schön, diese Bildgeschichte zu hören und immer wieder dessen gewahr zu werden, was im verborgenen Tiefenraum eines Bildes unaussprechbar lebt und sich über das reine Schauen mitteilt. Gerade die immer mögliche Begegnung mit einem Bild im persönlichen Wohnraum kann soviel öffnen. Oft reicht es sogar aus, das Bild einfach nur bei sich zu wissen. Immer wieder erzählen mir Menschen, wie sie dann nichts ahnend um die Ecke kommen und vom Bild neu überrascht werden. Dann ist es so wie mit dem still und selbstverständlich dastehenden Baum hinter dem Haus, der plötzlich mit seinen Vögeln für mich singt.

Herzliche Grüße,
Ihr Gerhard Mevissen
Monschau, 31. August 2017